Ursprung, Jagd und Einsatzgebiete

Urspünge der Griffon Fauves de Bretagne und heutiges Vorkommen

Wie wir erfuhren, eine ur-ur-uralte Jagdhunderasse , die nachweislich bereits seit dem sehr frühen Mittelalter bzw. noch früher bekannt ist, wie man hier sieht.

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Hier „Columbo„, ein hübscher Griffon-Fauve Rüde von Freunden, vor dem Bildnis eines der ersten Griffon-Züchter überhaupt..

Asterix und Obelix haben den Hund wahrscheinlich auch schon gekannt, das würde auch endlich erklären, wie Obelix immer zu seinen Wildschweinen kam und warum er aus Frankreich stammt….-

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Früher noch grösser, sind die grossen Urformen, die „Königshunde“ mittlerweile ausgestorben.
Auf alten Stichen sieht man sie gelegentlich noch, geführt immer als 3-5 Meutehunde neben dem Reiter.

Hier viele französische Griffons und ihre Züchter:

Die Franzosen im Süden sind die Griffon Fauve Züchter, nicht in der Bretagne. Sie verwenden die Griffons in kleinen Meuten zur Drückjagd auf Niederwild oder zur Nachsuche bei der Jagd auf Hochwild wie Schalenwild u.a. Beim Stöbern auf französischen Seiten fand ich ein Video das 2 Griffons beim Einsatz auf ein Wildschwein zeigte.  Mutig, mutig die kleinen Teufel………

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Griffons-lieben-bretonische-Felsen-und auch die Berge, sie klettern gut und sicher

Die passionierten französischen Jäger verwenden den Griffon Fauve de Bretagne, weil er für sie wirklich alles aufspürt. Ohne Ausnahme. Seine Jagdpassion ist phänomenal.

Der Griffon Fauve gilt als mutiger Jagdhund. Geben wir ihr einen zweiten Hund an die Seite, den sie kennt und liebt, wie z.B. Ihre kleinere Freundin Kerry, ein Irischer Terrier, steigert sich sofort ihr Mut und das Jagdengagement.
Sonst wirkt sie eher ängstlich und geht anderen Hunden aus dem Weg, allerdings wurde das jagdliche Heißmachen auch nicht gefördert.

Nichtjäger wie wir, müssen dem Hund täglich etwas bieten, damit er nicht neurotisch oder unglücklich wird. Mehrere Stunden Bewegung mit Nasenarbeit sind gut für ihn. Konsequente Führung mit Kommandos die akkustisch einfach und unmissverständlich sind, erwartet er. Er passt sich gern an und fügt sich dem Regime beim Spazierengehen, allerdings zumeist im Brackenabstand bis zu 50 m. Daher ist stets äusserste Aufmerksamkeit nötig, denn mehrere hundert Meter sind in wenigen Sekunden zurückgelegt.

Man verwende eindeutige und immer gleichbleibende konsequente, kurze Kommandos, die immer zum Ende gebracht werden müssen.

Shit happens: Ist er mal ausgebüchst und auf der Spur, was wegen mangelnder Aufmerksamkeit passieren kann, dann hört man einen entusiastischen und prächtigen Spurlaut, der immer bekannt macht, wo er gerade ist. Hört man ihn nicht mehr, ist er über einen Kilometer weit weg…

Für Jäger hervorragend-   Für Privatleute wie uns aber entsetzlich, weil wir die Situation nicht mehr kontrollieren können. …..
Einmal mit Spurlaut auf der frischen Wildspur, lässt er sich nicht mehr abbringen. Man muss also im Vorwege in Wildgebieten immer auf der Hut sein und ihn rechtzeitig vom Jagen abhalten. Das ist sehr gut möglich, verlangt aber hohe Aufmerksamkeit und Konzentration auf den Hund.
Ein deutliches Indiz, dass es gleich losgeht, ist bei unserem Hund der plötzlich steil nach oben gerichtete Schwanz und die hektisch und dicht über dem Boden arbeitende Nase. Wenn man diese Warnzeichen ignoriert, wird er seiner Zuchtanlage folgen, dann hilt nur noch ein deutliches Ansprechen.

Griffa gehorcht sehr gut, aber das Gehorchen endet bei einem Griffon Fauve schnell bei einer frischen Spur oder gesichtetem Wild, wenn nicht rechtzeitg eingegriffen wird. Hier muss man sicherstellen können, daß der Hund nicht wegrennt, ggf. Argumente haben, die stärker sind als der Trieb. Griffa wird durch das Pieps-Spray-Funki von Dynavet vor lebensgefährlichen Ausreissern geschützt. Sie kennt und liebt das kleine wasserdichte Ding.

Mit den menschenorientierten, gängigen Hunderassen sind richtige Jagdhunde wie Bracken, Pointer, Drahthaar oder Griffon Fauves nicht zu vergleichen. Bei Jagdhunden mit starkem jagdlichen Trieb sind die ursprünglichen Talente über unzählige Generationen besonders gut herausgezüchtet.

Griffa darf auch in die Stadt. Auch hier teilweise ohne Leine, in gefährdeten Bereichen leinen wir aber an. Man muss auf Tauben acht geben und auf Hunde die auf der anderen Strassenseite laufen.
Freilauf muss dort enden, wo andere oder der Hund gefährdet wird. Der Hund ist aber für ein ausschliessliches Leben an der Leine nicht gemacht.

Wir haben zu unser Beruhigung mit ihm die Gehorsamsprüfungen nach dem Hundegesetz abgelegt und dürfen ihn daher auch ohne Leine führen. (Das ist z.B. in Hamburg sonst ja nicht erlaubt.) Immerhin eine 2 stündige Prüfung im Niendorfer Gehege, hier musste alles stimmen.-

Im Gelände lässt sie sich sehr gut durch rechtzeitige Kommandos abhalten, hinter ihren Lieblingstieren, wie z.B. Rehen, Kaninchen, Hasen, und anderem Wild herzurennen, aber nur, wenn wir es vor ihr bemerkten.
Bemerkt sie  es zuerst, und hat die Spur bereits aufgenommen, dann müssen Argumente vorhanden sein, die stärker sind als der Jagdtrieb. Wir führen unseren Hund in Wildgebieten grundsätzlich mit dem MasterPlus Pro Funkgerät. Yella hat es bereits mit einem Jahr kennengelernt, als ihr Jagdtrieb einsetzte. Jetzt gehört es zu ihr, wie sonst das Halsband und sie lässt es sich gern anlegen. Es vermeidet die Leine und es gibt ihr Freiheit, die sie sonst nicht hätte. Es kann Piepsen, das genügt eigentlich immer, falls einmal nicht, kann es auch Spraystösse aus geruchlosem, kaltem Stickstoff als Schreckspray abgeben. Es ist harmlos, wirkt aber gut störend und unterbrechend.

Meine Frau hat es an mir zuerst ausprobiert. Ich habe mich beim Spray erschreckt und bin sofort zu ihr zurückgekommen. Beim nächsten Versuch genügte das Piepsen…

Griffa hat keine Probleme mit dem Gerät, sondern verbindet es mit tollen Ausflügen ins Gelände.-
Man darf Griffon Fauves bitte nicht als Etagenhund in der Stadt halten, den man nach der Arbeit mal ausführt……
Das führt bei dieser Rasse (und nicht nur hier) definitiv zu Neurosen….
Hierfür eignen sich Katzen deutlich besser.-

Dem Bewegungsdrang und seiner Freude am Schnuppern würde man nicht gerecht werden können. Ein Haus mit Garten und entspechende Freizeit muss schon sein. Beherzigt man diese Tipps, hat man einen Hund, der besser, liebenswerter und umgänglicher nicht sein könnte.

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Griffa mit Freundin Filo in einem wunderschönen Wald in der Bretagne

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