gelöste Problemchen

Aktivitäts- und Wutanfälle

Als Welpe bekam sie zeitweise Aktivitäts- und Wutanfälle, die uns verunsicherten. Sie biss mitt ihren spitzen Welpenzähnen oft in Füsse und Hände, Schuhe, Kleidung, Elektrokabel. Unerwünschte Dinge unterbanden wir sanft aber bestimmt, indem wir sie auf den Arm nahmen und festhielten, bis sie sich wieder beruhigt hatte, dann durfte sie wieder runter.-
Irgendwann war plötzlich Schluss damit, es hörte von selbst auf, wie es gekommen war.

Plötzliche Rennanfälle

Plötzliche Rennanfälle lernten wir auch kennen und auch die vergingen mit der Zeit wieder, obwohl man zeitweise dachte, der Hund hat einen Knall. Es sind typische Welpenphasen in denen dies vorkommt.

Kratzen und Rodeln mit dem Ohr auf dem Teppich

Sie kratzte sich längere Zeit plötzlich an einer Seite des Kopfes. Das Fell wurde dort bald sehr dünn und sah nicht mehr gut aus.

Erster Tierarzt:
Diagnose nach Blutentnahme: Futtermittelallergie auf viele Futterstoffe.

Fehldiagnose –  (Der Hund ist auf nichts allergisch)

Wir  sollten nur noch antiallergisches Futter vom Tierarzt füttern. Hypoallergenic von Royal Canin. – Sehr teuer, gut für Hund und Tierarzt.-
Wir füttern es seitdem, aber in Kombination mit frisch gekochtem Lamm und Rind, Kopffleisch, Eingeweiden, oder frischem Pansen 2/3 zu 1/3 weil sie es mag und weil es ein sehr gutes Trockenfutter ist. Wir möchten daß es unserem Tierarzt immer gut geht. Da sie sonst aber keinerlei allergische Symptomatik zeigte, blieb ich skeptisch.- Weggerodeltes und gekratztes Fell am Ohr wurde nicht besser.

Zweiter Tierarzt, zweite Meinung:
(„Hautspezialistin“) Gucken mit Otoskop
Diagnose:  liegt am Ohr, ist Dreck drin, weil sie täglich im Wald und im Wasser ist.  OK: Keine Allergie.-
Untersuchung auf  Milben, Malassetien, Pilze.  Ohrreinigungs- Milben- und Pilzmittel verordnet.  Half nicht.  Ohr wurde schlechter. Haare weniger.-
Therapie über mehrere Wochen durchgehalten.
Kein Erfolg.  Diagnose oder Therapie musste falsch sein.

Dritter Tierarzt:
Ein Ohrspezialist. Gucken mit Otoskop, Mikrobiologie angefertigt,
Beide Ohren sind nach der langdauernden Behandlung sauber, aber eins zeigte noch einige wenige Malassetien.

Richtige Diagnose: Ursache der Beschwerden war ein sehr tief sitzender Ohrpfropf !

Mechanisch nicht entfernbar, täte zu weh, ein Präparat musste regelmässig ins Ohr das Chlorhexidindigluconat enthält.
Für Hunde heisst es Chlorexyderm.  – Kein Chlorhexamed verwenden!!!
Die Medikamentengrundsubstanz ist auch für Menschen bekannt als  Desinfizienz bei Hals und Mundentzündungen „Chlorhexamed“ oder „Chlorhexidin“,
Es löste den Ohrschmalzpfropf und beseitigte die restlichen Malassetien
Das Zeug wirkte,  Ohr und Fell sind wieder heile, Menschen und Hund sind jetzt wieder vollkommen zufrieden.

Lernschwach?

Wir besuchten zwei Welpenspielgruppen, holten uns dort erfolgreich einen Zwingerhusten, (ja, auch uns zwei Menschen erwischte eines der 7 Viren,  die wir gemeinsam ca. 3 Monate lang mit Hustenanfällen auskurierten) und später 2 Hundeschulen und dann noch einen „Personal Trainer“ um sie bestmöglich auszubilden, auch um nichts falsch zu machen. In den Schulen war unsere Hündin keine gute Schülerin. Da sie in der Junghundphase keinerlei Leckerchen mochte, liess sie sich auch nicht über dieses Belohnungsprinzip ausbilden. Hier kam bereits das jagdliche Interesse zum Vorschein.

„Pudelkunststückchen“ wie Handstand auf dem Schwebebalken sind wohl nichts für Jagdhunde.
Ein, (wir nannten ihn immer Streber), ein superschlauer kleiner Hund, machte alles auf Anhieb richtig, wir waren deprimiert über unseren „blöden“ Hund. Wir trafen ihn aber nach gut einem Jahr bei einem Alsterspaziergang wieder und hätten die „dicke Nudel“ beinahe gar nicht erkannt. Er war wahrscheinlich durch die Belohnungsleckerchen für all die tollen Pudelhopser, die er nun konnte, etwas aus dem Leim gegangen.-
Yella erkannte ihn sofort und meine Frau erkannte dann auch die Dompteurin wieder…. Er hatte weiter gestrebt und gerade eine sehr sehr komplizierte Gehorsamsprüfung mit Auszeichnung bestanden.-

Unsere Griffon Hündin ist ein Jagdhund geblieben. Sie gehorcht ausgezeichnet, aber das Gehorchen endet bei einem Griffon Fauve leicht bei einer frischen Spur oder gesichtetem Wild.

Hier muss der Trainingserfolg sicherstellen, daß der Hund nicht wegrennt, ggf. Argumente, (Funky, für Jäger die Jagdausbildung) die stärker sind als der Trieb. Mit den menschenorientierten, gängigen Hunderassen wie Retriever, Terrier, Richbacks oder Vislas sind die Griffon Fauves nicht zu vergleichen.

Denn wir wissen nun, bei Lauf- und Jagdhunden wie Griffon Fauves mit starkem jagdlichen Trieb sind die archaischen Fähigkeiten besonders gut erhalten.

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